60 Minuten mit Markus

Zu Besuch bei Gitte und Torsten in Ihlpohl

Ich hatte vergangenen Sonntag das Vergnügen in Ihlpohl mein erstes Gespräch zur Reihe „60 Minuten mit Markus“ zu führen. Dazu wurde ich von Familie Tangemann eingeladen auf Ihre sonnige Terrasse an Bremens Stadtgrenze in Ihlpohl.

Gitte, Torsten und ich haben über die aktuellen Themen in der Gemeinde gesprochen. Über das Leben in Ritterhude, wo man schön essen kann und warum es einfach toll ist, hier zu leben.

EDEKA Hüderbeek

Wir haben kurz den angedachten Edeka am Hüderbeek angesprochen. 

Sie hatten Verständnis dafür, dass die geplante Größe von 1.800qm nach Meinung des Rates zu groß ist. Beide wussten allerdings nicht, dass die Größe deshalb benötigt wird, weil die Edeka eine Wurst-/ Käse-Theke plant und alleine deshalb bestimmte Flächen für Kühl- und Vorbereitungsräume benötigt werden, die zu dieser Größe führen. 

Wir waren uns einig, dass die Lage an der B74 hervorragend ist und sicherlich für die Anwohner „links der B74“ sowie für alle Durchfahrenden eine super Einkaufs-Alternative darstellt. 

Aufgrund der Wohnlage kaufen beide aber eher in Ihlpohl/ Bremen ein. Trotzdem fänden beide es sehr schade, wenn die Ecke unbebaut bleibt und die Bauzäune und die abgesperrten Häuser so blieben. 

Den alternativen Bebauungsvorschlag der Architekten aus Ritterhude fand Gitte kreativ aber beide sehen keine Umsetzbarkeit des Konzeptes in Ritterhude.

B74 Ortsumgehung

Natürlich polarisiert der angedachte Bau der Ritterhuder-Ortsumgehung „B74“. Wir waren uns einig, dass die Bewohner der B74 aufgrund der durchfahrenden Automassen geschützt werden müssen. 

Es war neu für die beiden, dass in regelmäßigen Abständen die Lautstärke an der B74 gemessen wird und die Empfehlung der Experten jedes Mal die Reduzierung der Durchfahrtsgeschwindigkeit auf 30 km/h ist – es nur nie berücksichtigt wird. 

Bezüglich der beiden Varianten der Umgehung war uns eigentlich klar, dass es wenn, dann nur die Ost-Trasse werden kann – also vorbei am Restaurant Nordseite und später quer durchs Moor Richtung Scharmbeckstotel. 

Ich habe dann meine Meinung zum Thema kundgetan, dass die derzeit geplante Ost-Variante einen aus meiner Sicht erheblichen Einfluss auf die Natur, die Anwohner und auch die dort anliegenden (Boots-) Vereine haben werden. Ich empfinde die geplanten Arbeiten als monströs und aus der Zeit gekommen. Außerdem war zumindest unserer kleinen Runde die Sinnhaftigkeit eines solchen Unterfanges nicht klar.

Mir war wichtig klar zu machen, dass die direkten Anwohner der B74 besser vor dem Lärm und Stress der durchfahrenden Autos geschützt werden müssen und habe Optimierungen wie Flüsterasphalt, intelligente Ampelschaltungen, Optimierung von Fußgängerquerungen sowie ggfs. ein nächtliches Tempolimit angesprochen. Damit verbunden mein klares Votum gegen die Ortsumgehung.

Kitas und Schulen

Gitte und Torsten haben erwachsene Kinder, deshalb ist das Thema Kitas und Schulen nicht mehr im Fokus der beiden. 

Trotzdem haben wir kurz andiskutiert, dass meine Meinung zur Kita- und Schulentwicklung klar zur Erhaltung und Sanierung tendiert, anstatt Neubau und Schließung von kleineren Dorfschulen. 

Begründet mit dem zu erhaltenden dörflichen Charakter der Gemeinde sowie den Auswirkungen auf die Natur und die Bevölkerungsentwicklung. Beide konnten sich meiner Meinung anschließen.

Finanzlage Ritterhude

Natürlich wollten beide wissen, was ich denn bzgl. der aktuellen Finanzlage der Gemeinde im Sinn habe. 

Ich habe auf meinen betriebswirtschaftlichen Hintergrund verwiesen und moniert, dass die aktuelle Führung der Gemeinde Löcher in den Finanzen entweder mit verschobenen Investitionen (und damit im Haushalt reservierten Geldern), Förderungen oder neuen Schulden stopft. 

Die Gemeinde hat nicht viele Möglichkeiten an Einnahmen zu kommen. Sie kann Eigentum verkaufen (keine gute Idee aus meiner Sicht), sie kann Steuern erhöhen (unsere Hebesätze sind bereits mit die höchsten in ganz Niedersachsen) oder aufgrund wachsender Einwohnerzahlen und Ausweitung von Gewerbe mehr Steuern einnehmen.

Ich habe moniert, dass unsere Anträge zur Erweiterung bestehender Gewerbegebiete bislang auf taube Ohren gestoßen sind. Gem. der Wirtschaftsförderung stehen Unternehmen Schlange, weil wir eine gute Lage an die bestehende Infrastruktur haben. Allein es fehlt Fläche und der Wille, hier etwas zu tun. 

In der Diskussion habe ich darauf verwiesen, dass eine Ausweitung von Gewerbe natürlich einen Einfluss auf Anwohner hat – deshalb sollen ja auch keine neuen Gebiete ausgewiesen, sondern bestehende erweitert werden. 

Auf längere Sicht kann man einen Teil der Mehreinnahmen nutzen um die Steuerlast der Betriebe zu senken, damit diese in der Lage sind zu investieren und zu wachsen. Damit einhergehend den Mitarbeitern Ihr Gehalt zu zahlen und mehr Personal einzustellen.

Wohnungsbau in Ritterhude

Torsten und Gitte haben vorgesorgt und haben eine Wohnung, die sie vermieten und damit Ihre Rente aufstocken. 

Pläne der Gemeinde zur Erweiterung von innenliegenden Baugebieten sehen sie als einen guten Weg. Aus dem Bekanntenkreis gibt es ältere Menschen, die Ihre Immobilie gerne verkaufen möchten um in eine kleinere Wohneinheit – gerne mehr im Zentrum Alt-Ritterhudes – umzuziehen. Die freiwerdende Immobilie würde junge Familien anziehen. 

Aber beiden war es wichtig darauf zu verweisen, dass die Schaffung zusätzlicher Wohnungen im Einklang mit dem Ortsbild Ritterhudes konform gehen sollte im Hinblick auf die Wahl des Klinkers als auch der Geschosshöhen. Und es muss immer darauf geachtet werden, dass die Infrastruktur (z. B. Straßen, Kitas, Schulen usw.) nicht zu sehr belastet bzw. entsprechend ausgeweitet wird. Genau mein Denken.

Fazit und Abschluss

Aus 60 Minuten Gesprächszeit wurden ganz schnell 120 Minuten – es war einfach ein sehr nettes und freundliches Gespräch. Ich danke Euch beiden sehr für Eure Einladung zu Euch nach Hause.

 

Torsten wollte zum Abschluss wissen, wie ich meine Chancen auf das Amt des Bürgermeisters sehe. 

Ich sehe meine Chancen sehr gut! Die Menschen in Ritterhude wünschen sich neuen Schwung. Sie wollen einen Bürgermeister, der Ihnen zuhört und anpackt. Bei meinen vielen Gesprächen mit den Einwohnern in Stendorf, Lesumstotel/ Werschenrege, Ihlpohl, Platjenwerbe und Alt-Ritterhude sowie den Gewerbetreibenden spüre ich diesen starken Wunsch nach Veränderung. Es geht hier weniger um Parteipolitik, es geht um unser Zuhause. Am 13. September 2026 entscheiden die Bürgerinnen und Bürger darüber, wer unsere Gemeinde am besten in die Zukunft führt. Ich bin mir sicher, dass mein Plan für unsere Ortsteile die Menschen überzeugen wird. Gemeinsam können wir die Lebensqualität in unserer Gemeinde steigern. Ich kämpfe jeden Tag mit vollem Einsatz um jede Stimme!

 

Wir sehen uns auf dem Marktplatz sowie bei der Podiumsdiskussion im Hammeforum (siehe Termine auf meiner Homepage) oder in den offiziellen Ratssitzungen im Rathaus. 

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